FAQ – Häufig gestellte Fragen

Haben Sie Fragen, Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge? Dann teilen Sie uns diese mit! Verwenden Sie dazu bitte das folgende Formular. Wir sind Ihnen für jede Anregung dankbar. Ihre Fragen werden nach Überprüfung des Inhalts in nachstehendem Fragenkatalog (FAQ) veröffentlicht.

  1. Was ist Lokalisierung (L10n)?
  2. Was ist der Unterschied zwischen Übersetzung und Lokalisierung?
  3. Was ist ein CAT-Tool?
  4. Was ist eine Translation Memory (TM) bzw. ein TM-Tool?
  5. Was ist ein Maschinenübersetzungs-Tool (MT-Tool)?
  6. Was ist der Unterschied zwischen Translation Memory und Maschinenübersetzung?
  7. Was ist ein Glossar und was unterscheidet ein Glossar von einer Terminologie-Datenbank (TDB)?
  8. Welchen Nutzen hat eine Translation Memory?
  9. Was ist „Leveraging“ (Wiederverwendung)?
  10. Was sind Fuzzy Matches?
  11. Was sind 100%ige Übereinstimmungen (exakte Treffer)?
  12. Was sind interne Wiederholungen?
  13. Was ist Angleichung?
  14. Was ist Textexpansion?
  15. Was bedeutet Projektsizing?
  16. Was ist DTP?
  17. Was ist Localization Engineering? Warum das Wort „Engineering“?

 

  • F: Was ist Lokalisierung (L10n)?
    A: Lokalisierung ist die Konvertierung eines Produktes (Software, Webseite, Online-Hilfe, Dokumentation) aus der Ausgangssprache in die Sprache des Landes, in dem das Produkt verwendet werden soll. Dieser Vorgang umfasst auch die Anpassung an die linguistische und kulturelle Realität des jeweiligen Bestimmungslandes.
  • F: Was ist der Unterschied zwischen Übersetzung und Lokalisierung?
    A: Lokalisierung ist mehr als nur reine Übersetzung. Wenn alle übersetzbaren Teile des Produktes (z.B. Software) übersetzt worden sind, werden diese in die Software-Anwendung zurück importiert. Alle übrigen Teile, wie zum Beispiel Grafiken, müssen dann an die Bedürfnisse der Benutzer der Zielsprache angepasst werden. Unter Umständen sind Änderungen an der Struktur der Benutzerschnittstelle vorzunehmen. Abschließend wird das Produkt getestet und einer endgültigen Qualitätsprüfung unterzogen.
  • F: Was ist ein CAT-Tool?
    A: Die Abkürzung CAT steht für Computer Aided Translation (computergestützte Übersetzung). CAT ist eine Technologie, die den Übersetzungsprozess automatisiert und den Übersetzer bei seiner Übersetzungsarbeit unterstützt. CAT-Tools können wie folgt kategorisiert werden:

    • Translation-Memory-Tools
    • Terminologietools
    • Software-Lokalisierungstools
  • F: Was ist eine Translation Memory (TM) bzw. ein TM-Tool?
    A: Translation Memory, abgekürzt TM, ist eine Technologie zur Erhöhung der Effizienz beim Übersetzen durch Wiederverwendung bereits übersetzter Segmente (Wörter, Satzteile oder ganze Sätze). Diese werden in einer speziellen Datenbank gespeichert, auf die der Übersetzer bei neuen Übersetzungsprojekten zurückgreifen kann. Mit Hilfe von TM-Tools können außerdem die Größe einer Übersetzung und die Anzahl interner Wiederholungen eingeschätzt und davon ausgehend der Zeit- und Kostenrahmen des Übersetzungsprojektes geplant werden. SDLX, Trados, Transit oder DejaVu sind einige Beispiele für TM-Tools.
  • F: Was ist ein Maschinenübersetzungs-Tool (MT-Tool)?
    A: MT ist die Abkürzung für Machine Translation (Maschinenübersetzung). Diese Technologie dient der Automatisierung von Übersetzungen, indem Übersetzungen von einer Maschine ohne das Eingreifen eines menschlichen Übersetzers erstellt werden.
  • F: Was ist der Unterschied zwischen Translation Memory (TM) und Maschinenübersetzung (MT)?
    A: Translation Memory (TM) sollte nicht mit Maschinenübersetzung (MT) verwechselt werden. Der Hauptunterschied liegt darin, dass bei einer Maschinenübersetzung der Text von einem Computer übersetzt wird, während in Translation-Memory-Systemen der Computer lediglich zum Speichern der übersetzten Sätze dient. Maschinenübersetzungssysteme sollen den Übersetzer ersetzen, während TM-Systeme den Übersetzer im Übersetzungsprozess unterstützen.
  • F: Was ist ein Glossar und was unterscheidet ein Glossar von einer Terminologie-Datenbank (TDB)?
    A: Ein Glossar ist ein zweisprachiges Verzeichnis von Stichwörtern und Satzteilen; Eine Terminologie-Datenbank (TDB) dagegen ein einsprachiges Verzeichnis von Definitionen und Begriffen eines speziellen Fachgebietes.
  • F: Welchen Nutzen hat eine Translation Memory?
    A: Mit dem Einsatz von Translation-Memory-Tools sparen Sie viel Zeit und Geld bei der Übersetzung und gewährleisten eine konsistente Terminologie über mehrere Dokumente und Texte hinweg. Weitere Informationen unter Translation Memory.
  • F: Was ist Leveraging (Wiederverwendung)?
    A: Eine in Prozent (Verhältnis des bereits übersetzten Materials zum neuen Material) ausgedrückte teilweise oder ganze Wiederverwendung von bereits übersetztem Material, das aus vorhergehenden Versionen eines Produkts stammt.
  • F: Was sind Fuzzy Matches?
    A: Eine in Translation-Memory-Tools verwendete Methode zur Identifizierung von Textsegmenten, die mit schon übersetzten Segmenten ungefähr, aber nicht genau übereinstimmen. Dieser Ansatz ermöglicht die ganze oder teilweise Wiederverwendung (Leveraging) von Referenzübersetzungen bei ähnlichen Texten. Beispiel: Klicken Sie auf OK, um Meldungen anzuzeigen ist ein 75%iges Fuzzy Match (Treffer) für Klicken Sie auf OK, um Änderungen anzuzeigen.
  • F: Was sind 100%ige Übereinstimmungen (exakte Treffer)?
    A: Eine 100%ige Übereinstimmung wird auch als voller Treffer oder exakter Treffer bezeichnet und beschreibt ein zum aktuell zu übersetzenden Segment in einem neuen Dokument identisches Segment in der TM-Datenbank.
    Beispiel: Wenn der Satz Klicken Sie auf OK, um Meldungen anzuzeigen in einem neuen Dokument auch in der Datenbank gefunden wird, spricht man von einem exakten Treffer.
  • F: Was sind interne Wiederholungen?
    A: Wörter, die innerhalb desselben Dokuments wiederholt werden (100%ige Treffer). Diese Wörter müssen nur einmal übersetzt werden.
  • F: Was ist Angleichung (Alignment)?
    A: Das Erstellen einer Translation-Memory-Datenbank auf Basis eines bereits übersetzten Dokuments durch Zuordnung von sich entsprechenden Textsegmenten (Satzteilen) im Originaldokument und im übersetzten Dokument.
  • F: Was ist Textexpansion?
    A: Textexpansion liegt vor, wenn der übersetzte Text aufgrund sprachlicher Eigenheiten der Zielsprache länger als der Quelltext ausfällt. Polnisch expandiert zum Beispiel bei der Übersetzung aus dem Englischen um 20%.
  • F: Was bedeuten Request for Quotation (Preisanfrage) und Request for Proposal (Angebotsanfrage)?
    A: Projektsizing ist die Vorab-Analyse eines Projektes auf Wunsch des Kunden hin und beinhaltet Preisanfrage (Request for Quotation) und Angebotsanfrage (Request for Proposal). Der an den Kunden zurückgeschickte Bericht enthält in der Regel folgende Informationen:

    • Kostenaufschlüsselung (Gesamtwortanzahl, externe Übereinstimmungen, interne Übereinstimmungen usw.)
    • erforderliche Ressourcen: Übersetzer, Korrekturleser, Localization Engineers, DTP- und Qualitätssicherungsspezialisten
    • vorläufigen Zeitplan mit einer Liste aller lieferbaren Teile
    • Firmeninfos
    • Liste potentieller Probleme, usw.
  • F: Was ist DTP?
    A: DTP ist die Abkürzung für Desktop Publishing. Darunter versteht man die Formatierung des Text- und Bildlayouts auf dem Computer, bevor der Druck auf Papier oder die Konvertierung in ein Online-Format erfolgt. Außerdem umfasst das DTP die Lokalisierung aller Grafiken (Erstellen und Editieren der Grafiken und Diagramme).
  • F: Was ist Localization Engineering? Warum das Wort Engineering?
    A: Localization Engineering ist die technische Komponente des Lokalisierungsprozesses und beinhaltet folgende Aspekte: Projektvorbereitung und -einrichtung, Kompilation und Resizing (Größenanpassung), Erstellen von Screenshots (Bildschirmfotos) und Durchführung von Tests. Localization Engineers sind technisch versierte Fachkräfte und verfügen über fundierte Kenntnisse der verschiedenen Betriebssysteme, Dienstprogramme, Übersetzungstools, Entwicklungsumgebungen und Lokalisierungsmodelle. Sie wissen, wie bestimmte Softwareanwendungen funktionieren und haben Erfahrung in der Entwicklung von Industriestandards und Programmierumgebungen wie z. B. Microsoft Visual Studio, Borland Delphi, Java Development Kit, sowie in der Anwendung und Auswahl geeigneter CAT-Tools und im Schreiben bzw. Hinzufügen von Programmcodes. Zum Abschluss eines jeden Projektes testen sie die Funktionalität der lokalisierten Software.

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